

Was passiert in der MA Ahrental?
Das Projekt MA Ahrental besteht im Wesentlichen aus einer großen Halle, die auf zwei Ebenen Anlieferung, mechanische Zerkleinerung, Sortierung, Abtransport sowie einige Nebeneinrichtungen (z. B. Abluftbehandlung) umfasst. Außerdem werden Verkehrsflächen und Abstellflächen (einschließlich Containerabstellplätzen) genutzt.
In der Abfallsortieranlage kann der angelieferte Müll in folgende Fraktionen aufgeteilt werden:
• Hochkalorische (sehr brennbare) Fraktion (ca. 25 – 30 % der Abfälle)
• Mittelkalorische (durchschnittlich brennbare) Fraktion (30 – 35 %)
• Niederkalorische (wenig brennbare) Fraktion (35 – 40 %)
• Wertstoff-Metalle (2 – 3 %)
• Störstoffe (3 – 5 %)
Die kalorischen Fraktionen werden einer thermischen Verwertung zugeführt, d. h. in Energiezentralen (z. B. von Industrieanlagen) zur Energieerzeugung eingesetzt. Die Wertstoffe werden in einen Recyclingprozess eingebunden.
Die MA Ahrental wird als gekapseltes System errichtet. Das bedeutet, dass die mechanische Abfallsortieranlage unter Unterdruck stehen wird und keine unbehandelte Abluft nach außen strömen kann. Die Behandlung der Abfälle wird immer in der Halle erfolgen.
Die Abluft wird durch zwei Systeme gereinigt: Zunächst wird eine Staubabscheidung durchgeführt. Schlussendlich wird die gesamte Hallenluft vor Abgabe an die Umwelt über einen Biofilter geleitet und dort gereinigt. Bei den Einfahrtstoren werden sogenannte Luftschleieranlagen zum Einsatz kommen. Diese verhindern durch spezielle Luftführung, dass Gerüche in die Umwelt gelangen. Es ist vorgesehen, dass die sortierten Abfallfraktionen grundsätzlich per Bahn zur Verwertung transportiert werden. Bis zur Verladestelle bei der Bahn kommt der LKW für den Transport zum Einsatz. Bei Vollbetrieb der Sortieranlage werden es rund 190 Lastwagenanfahrten pro Tag sein.
Die Umladung des Abfalls wird in Hall erfolgen, da nur dort die notwendige Bahninfrastruktur vorhanden ist.